Zur Hauptnavigation springen Zum Hauptinhalt springen Zur Fußzeile der Seite springen

Aktuelles

Werthmann-Werkstätten

Alles unter Spannung

Elektroservice der Werthmann-Werkstätten verbindet Sicherheit, Teilhabe und berufliche Entwicklung.

Rund 8.000 elektrische Geräte sind im Caritasverband in Südwestfalen e. V. im täglichen Einsatz – vom Computer über den Wasserkocher bis hin zu Pflegebetten oder Kühlschränken. Damit diese Geräte sicher genutzt werden können, müssen sie regelmäßig nach der gesetzlichen DGUV-Vorschrift 3 geprüft werden.
Seit Anfang 2025 übernimmt der neue „Elektroservice“ der Werthmann-Werkstätten, Abteilung Olpe diese Aufgabe eigenständig direkt vor Ort in den Einrichtungen des Verbandes. Was zunächst wie eine rein technische Dienstleistung klingt, ist zugleich ein wertvolles und zukunftsorientiertes Beschäftigungsangebot für Menschen mit Behinderung – mit echten Entwicklungschancen. 
Michael Klein, Marcel Köhler und Semih Atac bringen sich seit einem Jahr mit viel Engagement und Freude in das neue Arbeitsfeld ein. Begleitet werden sie von Gruppenleiter Marius Busenius, einem ausgebildeten Elektriker, der den Arbeitsbereich fachlich verantwortet und die Männer Schritt für Schritt an die Aufgaben heranführt. Gemeinsam sorgen sie als Team dafür, dass alle elektrischen Betriebsmittel in den mehr als 70 Einrichtungen des Verbandes sicher betrieben werden können.
„Alles, was einen Stecker hat und transportiert werden kann, wird geprüft – angefangen beim Handylade- oder Verlängerungskabel“, erklärt Busenius. Mit zwei modernen Multitest-Prüfgeräten arbeitet sich das vierköpfige Team systematisch durch die Gerätebestände. „Die Überprüfung eines Seniorenhauses kann dann auch mal vier bis sechs Wochen in Anspruch nehmen“, weiß Marius Busenius aus Erfahrung. 

 

Verantwortung übernehmen – Kompetenzen praxisnah erweitern

Der Ablauf ist klar strukturiert: Zunächst erfolgt eine gründliche Sichtprüfung, bei der Kabel, Gehäuse und Steckverbindungen auf mögliche Schäden kontrolliert werden. Anschließend werden – je nach Schutzklasse des Geräts – die erforderlichen Messungen durchgeführt. Nach bestandener Prüfung erhält jedes Gerät einen Barcode-Aufkleber zur eindeutigen Kennzeichnung und wird dokumentiert. Defekte Geräte werden sofort außer Betrieb genommen, repariert oder fachgerecht ersetzt – „Sicherheit hat immer höchste Priorität“, betont der Gruppenleiter.

Für die Beschäftigten eröffnet sich mit dem „Elektroservice“ ein abwechslungsreiches Arbeitsfeld mit echten Entwicklungsperspektiven. Neben fachlichen Kompetenzen werden vor allem soziale Fähigkeiten praxisnah gestärkt: Die Menschen mit Behinderung kommunizieren mit Ansprechpersonen in den Einrichtungen, treten serviceorientiert auf, arbeiten im Team und übernehmen Verantwortung. „Mir gefällt besonders, dass ich meine technischen Vorkenntnisse und Fertigkeiten prima einbringen kann“, betont Michael Klein. Sein Teamkollege Marcel Köhler ergänzt: „Ich hatte schon Vorkenntnisse, aber hier lerne ich neue Abläufe kennen und arbeite mit professionellen Prüfgeräten. Das macht richtig Spaß.“ Für Semih Atac steht vor allem die Zusammenarbeit im Vordergrund: „Wir unterstützen uns gegenseitig und wachsen Schritt für Schritt in unsere Aufgaben hinein. Jeder hat seine Stärken – zusammen schaffen wir richtig viel.“

Teilhabe mit Mehrwert

Der neue Arbeitsbereich zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig und praxisnah moderne Werkstattarbeit sein kann. „Mir ist wichtig, dass die Beschäftigten Verantwortung übernehmen und sich weiterentwickeln können“, betont Marius Busenius. Gleichzeitig profitiert auch der Caritasverband von einer zuverlässigen und fachgerechten Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen – wirtschaftlich, effizient und mit sozialem Mehrwert. Der Elektroservice aus den eigenen Reihen verbindet so Sicherheit und Professionalität mit gelebter Teilhabe. „Eine echte Win-win-Situation – für die Einrichtungen, für den Verband und vor allem für die Menschen, die hier eine sinnstiftende und verantwortungsvolle Aufgabe gefunden haben, die zudem auch viel Freude bereitet“, bringt es Marius Busenius auf den Punkt.

 

Bild: (Caritasverband in Südwestfalen)

Ihr Ansprechpartner
Achim Scheckel
Abteilungsleitung