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Suchtberatung

Zwei Personen sitzen sich gegenüber und unterhalten sich.

Der erste Schritt muss nicht schwer sein.

Wenn Alkohol, Drogen, Medikamente, Glücksspiel oder Medien zunehmend das eigene Leben oder das Zusammenleben in der Familie bestimmen, kann ein vertrauliches Gespräch helfen. Sucht ist eine Erkrankung – kein persönliches Versagen.

Unsere Suchtberatung unterstützt Menschen, die selbst betroffen sind, ebenso wie Angehörige und andere nahestehende Personen. Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym. Eine Überweisung oder ein Krankenschein ist nicht erforderlich. Sie können sich auch an uns wenden, wenn Sie noch unsicher sind, ob tatsächlich ein Suchtproblem besteht.

Ihre Vorteile

Kostenlos und ohne Überweisung

Vertraulich und auf Wunsch anonym

Für Betroffene und Angehörige

Persönlich vor Ort oder online

Für wen ist unsere Beratung?

Unsere Suchtberatung richtet sich an Menschen, die Fragen oder Sorgen im Zusammenhang mit Suchtmitteln oder abhängigem Verhalten haben. 

Dazu gehören insbesondere:

  • Alkohol
  • illegale Drogen
  • Medikamente
  • Nikotin
  • Glücksspiel
  • problematische Medien- und Internetnutzung

Sie müssen nicht bereits abhängig sein oder eine eindeutige Diagnose haben, um sich beraten zu lassen. Vielleicht fragen Sie sich, ob Ihr Konsum noch unproblematisch ist. Vielleicht merken Sie, dass Sie die Kontrolle verlieren oder dass Familie, Beruf, Gesundheit und soziale Beziehungen zunehmend darunter leiden. Auch dann können Sie sich an uns wenden.

Ebenso beraten wir Partnerinnen und Partner, Eltern, Kinder, Freunde und andere nahestehende Personen. Angehörige können unsere Beratung auch allein in Anspruch nehmen – unabhängig davon, ob die betroffene Person bereits zu einer Veränderung bereit ist oder selbst Kontakt zu uns aufnehmen möchte.

Eine Person geht allein auf einem von Bäumen gesäumten Weg.

Alkohol – wann kann eine Beratung helfen?

Alkohol gehört für viele Menschen selbstverständlich zum Alltag. Dadurch ist es häufig schwierig zu erkennen, wann aus gelegentlichem Konsum ein problematisches Verhalten oder eine Alkoholabhängigkeit geworden ist.

Eine Alkoholberatung kann sinnvoll sein, wenn Sie häufiger oder mehr trinken als beabsichtigt, Ihren Konsum verheimlichen, Alkohol zur Bewältigung von Stress oder belastenden Gefühlen einsetzen oder bereits Auswirkungen auf Ihre Gesundheit, Ihre Familie oder Ihren Beruf feststellen.

Sie müssen nicht täglich Alkohol trinken oder sich selbst als abhängig einschätzen, um unsere Suchtberatung in Anspruch zu nehmen. Gemeinsam betrachten wir Ihre persönliche Situation und klären, welche Unterstützung für Sie hilfreich sein kann. Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym.

Eine Familie mit zwei Kindern ist gemeinsam in der Natur unterwegs.

Was leistet die Suchtberatung?

  • In einem persönlichen Gespräch betrachten wir gemeinsam Ihre aktuelle Situation. Dabei geht es zunächst darum, Ihren Konsum oder das abhängige Verhalten und dessen Auswirkungen besser einzuordnen. Anschließend überlegen wir gemeinsam, welche Veränderung Sie erreichen möchten und welche Unterstützung zu Ihnen passt.
  • Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und Sorgen. Gemeinsam betrachten wir Ihre Situation und entwickeln realistische nächste Schritte.
  • Auch Angehörige benötigen Entlastung und Orientierung. Sie können sich an uns wenden, ohne dass die betroffene Person mitkommt oder selbst bereits Hilfe annehmen möchte.

Unsere Suchtberatung ist an mehreren Standorten im Kreis Olpe persönlich erreichbar. Wenden Sie sich gerne direkt an die Beratungsstelle in Ihrer Nähe

Caritas-AufWind Attendorn
Wir sind für Sie da Termine nach Vereinbarung
Adresse
Caritas-AufWind Attendorn
Schüldernhof 6
57439 Attendorn
Caritas-AufWind Finnentrop
Ihre Ansprechpartnerin
Wir sind für Sie da Termine nach Vereinbarung
Adresse
Caritas-AufWind Finnentrop
Bamenohler Straße 248
57413 Finnentrop
Caritas-AufWind Lennestadt und Kirchhundem
Ihre Ansprechpartnerin
Wir sind für Sie da Termine nach Vereinbarung
Adresse
Caritas-AufWind Lennestadt und Kirchhundem
Gartenstraße 6
57368 Lennestadt
Caritas-AufWind Olpe
Ihre Ansprechpartnerin
Wir sind für Sie da Termine nach Vereinbarung
Adresse
Caritas-AufWind Olpe
Kolpingstraße 62
57462 Olpe
Caritas-AufWind Wenden
Wir sind für Sie da Termine nach Vereinbarung
Adresse
Caritas-AufWind Wenden
Hauptstraße 87
57482 Wenden

Vermittlung in weiterführende Hilfen

Wenn eine weitergehende Behandlung sinnvoll ist, unterstützen wir bei der Suche und Beantragung geeigneter Angebote. Dazu können eine Entgiftung, eine ambulante oder stationäre Therapie, eine Substitutionsbehandlung oder andere Hilfen gehören.

Nachsorge

Nach einer abgeschlossenen Behandlung begleiten wir Sie dabei, das Erreichte im Alltag zu stabilisieren und Rückfällen vorzubeugen.
Bitte melden Sie sich für einen Nachsorgetermin bei unserem Standort in Olpe. Dort gibt es eine Nachsorge-Gruppe.

WAT-Kurs – Weniger Alkohol trinken

Der Kurs richtet sich an Menschen, die ihren Alkoholkonsum überprüfen und gezielt reduzieren möchten.

Wenn Sie mehr über den Kurs erfahren möchten, klicken Sie hier: WAT-Gruppe
 

Angebote für Angehörige

Neben der persönlichen Beratung bieten wir telefonische Angehörigensprechstunden und eine Angehörigengruppe an. Hier finden Angehörige Informationen, Entlastung und Austausch mit Menschen in ähnlichen Situationen.

Onlineberatung

Wenn Sie nicht persönlich zu uns kommen können oder zunächst lieber schriftlich Kontakt aufnehmen möchten, stehen Ihnen die Caritas-Onlineberatung zur Verfügung. Die Beratung ist vertraulich und kann anonym genutzt werden.

Erste Orientierung

„Ich trinke doch nicht jeden Tag und funktioniere noch – habe ich wirklich ein Problem?“

Eine Suchterkrankung zeigt sich nicht bei allen Menschen auf die gleiche Weise. Sie beginnt häufig schleichend. Auch wer weiterhin arbeitet, seinen Alltag bewältigt und nicht täglich konsumiert, kann ein problematisches oder abhängiges Konsumverhalten entwickelt haben.

Eine Beratung kann sinnvoll sein, wenn beispielsweise:

  • Sie häufiger oder mehr konsumieren als ursprünglich beabsichtigt,
  • Sie erfolglos versucht haben, Ihren Konsum zu reduzieren,
  • Ihre Gedanken häufig um das Suchtmittel oder das abhängige Verhalten kreisen,
  • Familie, Partnerschaft, Arbeit oder Gesundheit darunter leiden,
  • Sie Ihren Konsum gegenüber anderen verheimlichen,
  • Sie Alkohol, Medikamente, Drogen, Glücksspiel oder Medien nutzen, um Ängste, Einsamkeit, Stress oder andere Belastungen auszuhalten,
  • Angehörige oder Freunde sich Sorgen machen.

Solche Entwicklungen sind kein Zeichen persönlichen Versagens. Sucht entsteht häufig als Versuch, mit Belastungen umzugehen. Daraus kann sich ein Muster entwickeln, das sich ohne Unterstützung nur schwer verändern lässt. In der Beratung können Sie Ihre Situation offen betrachten – ohne Bewertung und ohne sich bereits auf eine bestimmte Behandlung festlegen zu müssen.

In einer akuten Krise erreichen Sie die bundesweite Sucht- und Drogen-Hotline unter 01806 313031

 

So funktioniert der erste Schritt

  • Sie können telefonisch, per E-Mail, persönlich oder über die Onlineberatung Kontakt mit uns aufnehmen. Auch eine kurze Nachricht reicht zunächst aus.
  • Im ersten Gespräch schildern Sie, was Sie beschäftigt. Sie benötigen keine Überweisung, keinen Krankenschein und zunächst auch keine besonderen Unterlagen. Unsere Beraterinnen und Berater hören Ihnen zu und besprechen gemeinsam mit Ihnen, welche Unterstützung hilfreich sein könnte.
  • Sie entscheiden selbst, welche nächsten Schritte Sie gehen möchten. Ein Erstgespräch verpflichtet Sie weder zu einer Therapie noch zu einer anderen Behandlung. Auch wenn es Ihnen schwerfällt zu sprechen oder Sie während des Gesprächs emotional werden, ist das vollkommen in Ordnung.
  • Veränderungen verlaufen nicht immer geradlinig. Rückfälle können Teil einer Suchterkrankung sein und bedeuten nicht, dass alles Erreichte verloren ist. Sie können die Beratung jederzeit erneut aufnehmen.

Häufig gestellte Fragen

Ich trinke nicht jeden Tag und kann noch arbeiten. Kann trotzdem ein Problem bestehen?

Ja. Eine Abhängigkeit zeigt sich nicht ausschließlich durch täglichen Konsum oder sichtbare körperliche Symptome. Entscheidend ist unter anderem, welche Bedeutung der Konsum in Ihrem Leben einnimmt und welche Folgen er bereits hat. Wenn Sie unsicher sind, können Sie genau diese Fragen in einem unverbindlichen Beratungsgespräch klären.

Erfahren mein Arbeitgeber, meine Familie oder eine Behörde von der Beratung?

Nein. Unsere Mitarbeitenden unterliegen der Schweigepflicht. Ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung geben wir keine Informationen an andere Personen oder Stellen weiter. Die Beratung kann auf Wunsch auch anonym erfolgen.

Kostet die Suchtberatung etwas?

Die Beratung ist kostenlos. Sie benötigen weder eine Überweisung noch einen Krankenschein.

Ich habe Angst, als alkohol- oder drogenabhängig abgestempelt zu werden.

In unserer Beratung geht es nicht um Etiketten oder Verurteilungen. Sucht ist eine Erkrankung, die Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen betreffen kann. Unsere Beraterinnen und Berater begegnen Ihnen mit Respekt, Verständnis und fachlicher Erfahrung.

Ich traue mich nicht anzurufen. Welche anderen Möglichkeiten habe ich?

Sie können zunächst eine E-Mail schreiben oder die Caritas-Onlineberatung beziehungsweise DigiSucht nutzen. Auch eine kurze schriftliche Nachricht genügt als erster Schritt. Sie müssen darin noch nicht alles erklären.

Kann ich als Angehörige oder Angehöriger zur Beratung kommen, obwohl die betroffene Person keine Hilfe möchte?

Ja. Angehörige können und sollen sich auch unabhängig von der betroffenen Person Unterstützung holen. Sie müssen nicht warten, bis diese bereit ist, selbst Kontakt aufzunehmen. In der Beratung können Sie Ihre eigene Situation betrachten und Möglichkeiten für einen hilfreichen Umgang mit der Belastung entwickeln.

Wie kann ich jemandem helfen, der süchtig ist?

Sie können die betroffene Person nicht zu einer Veränderung oder Therapie zwingen. Sie können jedoch offen ansprechen, was Sie wahrnehmen, klare Grenzen setzen und sich selbst beraten lassen. Unsere Suchtberatung unterstützt Angehörige dabei, geeignete Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und die eigene Belastung ernst zu nehmen.

Was passiert beim ersten Gespräch?

Sie schildern Ihre Situation in Ihrem eigenen Tempo. Unsere Beraterinnen und Berater hören zu und überlegen gemeinsam mit Ihnen, welche Unterstützung sinnvoll sein könnte. Es gibt keinen Test, keine Bewertung und keinen Druck. Sie benötigen zunächst keine Unterlagen.

Muss ich nach dem ersten Gespräch sofort in eine Klinik oder Therapie?

Nein. Die Suchtberatung ist keine Vorstufe zu einer verpflichtenden Behandlung. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten – vom offenen Beratungsgespräch über Kurse und ambulante Angebote bis hin zu einer stationären Therapie. Welche Unterstützung zu Ihnen passt, wird gemeinsam mit Ihnen besprochen.

Was passiert, wenn ich rückfällig werde?

Ein Rückfall ist kein persönliches Versagen und kein Grund, aufzugeben. Sie können sich jederzeit wieder an uns wenden und die Beratung erneut aufnehmen. Gemeinsam schauen wir, was zum Rückfall beigetragen hat und welche Unterstützung jetzt hilfreich ist.

Gibt es auch eine Onlineberatung?

Ja. Über die Caritas-Onlineberatung und DigiSucht können Sie sich kostenlos und auf Wunsch anonym beraten lassen. Das kann eine gute Möglichkeit sein, wenn Sie nicht persönlich zu einer Beratungsstelle kommen können oder zunächst lieber schriftlich Kontakt aufnehmen möchten.

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